“Die Karawane zieht weiter, der Sultan hätt Doosch…” – Das Stimmungslied könnte die Begleitmusik zum Spiel sein, wenn dieses in der heimischen Spielrunde auf den Tisch kommt. Seidenstraße ist in dem Verlag mit dem wohl kuriosesten Namen aller Spielverlage erschienen: bei “Dausend Dode Drolle”, in Fachkreisen auch einfach DDD genannt. Dieser wiederum ist eigentlich Spezialist für Abenteuer – Bände, wagt sich mit Seidenstraße nun in das Terrain des klassischen Brettspiels vor.
Seidenstraße spielt im mittleren Osten, nämlich dort, wo schon Karl May seinen Romanhelden Hadschi Halef Omar durchs wilde Kurdistan schickte: Auf den Handelsstraßen zwischen Europa und Vorder- Asien im alten Persien
weiterlesen »
Tags: DDD
geschrieben von: Jens in Tobago
Tobago? Liegt das nicht bei Trinidad? Genau genommen liegt die Insel “Trinidad und Tobago” vor Venezuela im der südlichen Karibik und gilt seit jeher als Zufluchtsort für die Piraten der Weltmeere. Dass dort einiges an Schätzen zu bergen ist versteht sich von selbst.
Das dachte sich wohl auch Spiele- Autor Bruce Allen und ließ sich das Brettspiel Tobago einfallen, bei dem es um des Aufspüren und Bergen von Schätzen geht. Dafür werten die Spieler Hinweise aus, die sie auf (Schatz-) Karten erhalten und fahren mit ihrem Geländewagen zu der ermittelten Position auf dem Spielplan.
Dieser erweist sich in seiner Bauart nicht nur als sehr schön gestaltet, sondern auch als höchst flexibel, denn er besteht aus drei Teilen, deren Vorder- und Rückseite beliebig miteinander kombiniert werden können. Dadurch entstehen reichlich interessante Insellandschaften unf folglich variable Spielverläufe.
Das Spiel selbst ist ein Deduktionsspiel. Das heißt: Viele Möglichkeiten zur Lösung werden durch Ausspielen von Hinweiskarten auf immer weniger Möglichkeiten reduziert, bis eine eindeutige Zuordnung, der Fundort des Schatzes, entstanden ist. weiterlesen »
Tags: deduktiv, Zoch
Diese kostenlose Erweiterung im Postkartenformat erschien auf der Spielmesse in Essen 2008. Sie wurde kostenlos am Stand des Verlags Lookout Games ausgegeben. Die Karte dient als zusätzlicher Spielplan zum Grundspiel. Diese Erweiterung kann mit der Familien- und der Komplettversion gespielt werden.
Sie ist in vier Felder unterteilt, wobei jedes Feld eine Jahreszeit symbolisiert. In jeder Runde wird ein anderes Feld aktiviert, wodurch eine Simulation der Jahreszeiten sehr eindrucksvoll umgesetzt wird.
Zu Beginn des Spiels wird eine Gastmarke auf das Feld der real vorherrschenden Zeit gelegt und zu Beginn einer Runde um ein Feld weiter geschoben. Jede Jahreszeit bringt ein neues Aktionsfeld mit sich und es werden mal mehr und mal weniger Baustoffe produziert. Auf dem originalen Spielfeld werden mit zwei weiteren Gastmarken die Aktionsfelder markiert, für die in der aktuellen Runde eine Sonderregelung gilt.
Die Erweiterung ist zwar wirklich eine Mini-Erweiterung, hat aber einen deutlichen Einfluss auf das Spielgeschehen. Für die Strategen unter uns wird es unheimlich erschwert, unsere Taktiken zu verwirklichen, denn es kommt ja nicht mehr regelmäßig Nachschub an Rohstoffen. Ein kleines Manko hat die Erweiterung allerdings im Zwei – Personenspiel. Für den Häuserbau ist Schilf enorm wichtig.
Allerdings ist es für einen Spieler nahezu unmöglich, seine Häuser zu erweitern, denn im Herbst bekommt man einen zusätzlichen Schilf, eine Jahreszeit später gibt es keinen Schilf und im Frühling ist unter Umständen der Schilf schon wieder weg, bevor der Spieler an der Reihe ist. Ansonsten macht „Im Wandel der Jahreszeiten“ Spaß und sollte bei keinem Agricola Spiel fehlen.
Tags: Erweiterung, Lookout Games
geschrieben von: Jens in Macao
Rohstoffe erhalten, Fähigkeiten kultivieren und die Kombination von beidem in Siegpunkte umwandeln, das ist das Ziel der Spieler bei Macao von Stefan Feld. Als Kulisse und Namensgeber versetzt uns der Autor in eine alte portugiesische Provinz in China, die zu ihrer Blütezeit ein wichtiger Handelsposten im fernen Osten war.
Der Spielplan von Macao besteht im Wesentlichen aus 3 Teilen: der Stadt, in der Handelswaren erworben werden, dem Reisebereich, in dem Schiffe von einem Ort zum anderen ziehen und Waren liefern und der “Tributleiste”, die den Spielern anzeigt, wie viel Gold sie für eine bestimmte Menge an Prestige- also Siegpunkten zahlen müssen.
Um an die begehrten Prestigepunkte zu kommen müssen die Spieler nun die Waren aus der Stadt bergen und sie mit einem Schiff in einen passenden Handelshafen transportieren. Unterstützung erhalten sie dabei von Personen, Amtsinhabern und Bauwerken, die jeweils in Form von Karten vorliegen und zur Nutzung zunächst reserviert, dann aktiviert werden müssen. weiterlesen »
Tags: Alea, Ravensburger
Bohnanza, ein kleines aber feines Kartenspiel aus der Feder von Uwe Rosenberg, erschienen bei Amigo. Es ist in die Auswahlliste zum Spiel des Jahres 1997 aufgenommen worden. Bei dem Namen kommt man nicht drum herum, sich an die alte Westernserie zu erinnern. Beides hat jedoch wenig miteinander zu tun. Die Spieler sind keine wagemutigen Cowboys, sondern mehr oder weniger erfolgreiche Bauern. Sie müssen Bohnenfelder anlegen und durch geschickten Anbau und cleveres Verhandeln möglichst viele Bohnentaler verdienen, um am Ende das Spiel zu gewinnen.
In Bohnanza gibt es acht unterschiedliche Bohnensorten. Die Anzahl der Karten pro Sorte ist unterschiedlich, sodass jeder Bauer auf dem Markt dementsprechend viele Bohnentaler für seltene Bohnensorten abstauben kann, während die häufig auftretenden Bohnen weniger Geld einbringen, ganz nach dem Angebot und Nachfrage – Prinzip. Die im Grundspiel vorhandenen Sorten sind die Gartenbohne, Rote Bohne, Augenbohne, Sojabohne, Brechbohne, Saubohne, Feuerbohne und die Blaue Bohne.
Je mehr Bohnen man also von einer Sorte angepflanzt hat, desto teurer kann man sie verkaufen. Ist es dann noch eine seltene Bohne, kann man sich zu den besseren Bauern zählen. Dabei stehen einem allerdings nur eine begrenzte Anzahl an Feldern zur Verfügung. weiterlesen »
Tags: Amigo Spiele, Kartenspiel
In den 80er Jahren gab es ein sehr beliebtes Computerspiel namens Elite, in dem man mit seinem Raumschiff als Händler durch den Weltraum flog und auf verschiedenen Planeten in deren Handelsposten Waren kaufte und verkaufte. Wahlweise konnte man sein Leben im All auch als Pirat fristen und große Raumfrachter überfallen.
Raumpiraten- Autor Christophe Boelinger scheint “Elite” gekannt zu haben und lehnt sein Brettspiel zumindest von der Kulisse her an den Videospiel- Klassiker an. Aus einer Reihe von schön gestalteten Papp- Elementen wird auf dem Tisch eine Weltraumlandschaft aufgebaut, in der sich Raumschiffe und Asteroiden bewegen. Die Elemente werden so ausgelegt, dass sie zwischen sich Freiraum halten, aber auch eine Begrenzung zu den Tischkanten bewirken.
weiterlesen »
Tags: Hutter, Sirius
Kamisado ist ein farbenfrohes und sehr strategisches Brettspiel von Peter Burley, das für zwei Spieler ausgelegt ist und in seiner Struktur ein wenig an Schach erinnert.
Beim Aufbau des Spiels fallen vor allem die ausgeprägt bunten Farben ins Auge. Das Spielbrett ist wie ein Schachbrett in 64 Quadrate unterteilt. Diese sind jedoch nicht schwarz und weiß, sondern in acht Farben bunt gemischt.
Dazu gibt es noch Sechzehn achteckige Türme in den gleichen acht Farben wie das Spielfeld. Die eine Hälfte ist mit einen goldenen und die andere Hälfte mit einem schwarzen Drachen markiert. Passend zu den Spielerfarben schwarz und Gold gibt es Ringe, die auf die Türme gelegt werden können in drei unterschiedlichen Größen.
Jeder Spieler platziert nun seine Türme auf der eigenen „Heim-Reihe“, also der Reihe, die dem Spieler am nächsten ist. Dabei müssen die Farben der Türme jeweils mit den Farben des Feldes übereinstimmen.
weiterlesen »
Tags: 2-Spieler