Agricola – Im Wandel der Jahreszeiten

agricola_jahreszeiten Diese kostenlose Erweiterung im Postkartenformat erschien auf der Spielmesse in Essen 2008. Sie wurde kostenlos am Stand des Verlags Lookout Games ausgegeben. Die Karte dient als zusätzlicher Spielplan zum Grundspiel. Diese Erweiterung kann mit der Familien- und der Komplettversion gespielt werden.

Sie ist in vier Felder unterteilt, wobei jedes Feld eine Jahreszeit symbolisiert. In jeder Runde wird ein anderes Feld aktiviert, wodurch eine Simulation der Jahreszeiten sehr eindrucksvoll umgesetzt wird.

Zu Beginn des Spiels wird eine Gastmarke auf das Feld der real vorherrschenden Zeit gelegt und zu Beginn einer Runde um ein Feld weiter geschoben. Jede Jahreszeit bringt ein neues Aktionsfeld mit sich und es werden mal mehr und mal weniger Baustoffe produziert. Auf dem originalen Spielfeld werden mit zwei weiteren Gastmarken die Aktionsfelder markiert, für die in der aktuellen Runde eine Sonderregelung gilt.

Die Erweiterung ist zwar wirklich eine Mini-Erweiterung, hat aber einen deutlichen Einfluss auf das Spielgeschehen. Für die Strategen unter uns wird es unheimlich erschwert, unsere Taktiken zu verwirklichen, denn es kommt ja nicht mehr regelmäßig Nachschub an Rohstoffen. Ein kleines Manko hat die Erweiterung allerdings im Zwei – Personenspiel. Für den Häuserbau ist Schilf enorm wichtig.

Allerdings ist es für einen Spieler nahezu unmöglich, seine Häuser zu erweitern, denn im Herbst bekommt man einen zusätzlichen Schilf, eine Jahreszeit später gibt es keinen Schilf und im Frühling ist unter Umständen der Schilf schon wieder weg, bevor der Spieler an der Reihe ist. Ansonsten macht „Im Wandel der Jahreszeiten“  Spaß und sollte bei keinem Agricola Spiel fehlen.

MACAO

macao Rohstoffe erhalten, Fähigkeiten kultivieren und die Kombination von beidem in Siegpunkte umwandeln, das ist das Ziel der Spieler bei Macao von Stefan Feld.  Als Kulisse und Namensgeber versetzt uns der Autor in eine alte portugiesische Provinz in China, die zu ihrer Blütezeit ein wichtiger Handelsposten im fernen Osten war.

Der Spielplan von Macao besteht im Wesentlichen aus 3 Teilen: der Stadt, in der Handelswaren erworben werden, dem Reisebereich, in dem Schiffe von einem Ort zum anderen ziehen und Waren liefern und der “Tributleiste”, die den Spielern anzeigt, wie viel Gold sie für eine bestimmte Menge an Prestige- also Siegpunkten zahlen müssen.

Um an die begehrten Prestigepunkte zu kommen müssen die Spieler nun die Waren aus der Stadt bergen und sie mit einem Schiff in einen passenden Handelshafen transportieren. Unterstützung erhalten sie dabei von Personen, Amtsinhabern und Bauwerken, die jeweils in Form von Karten vorliegen und zur Nutzung zunächst reserviert, dann aktiviert werden müssen. (mehr …)

Bohnanza

Bohnanza ist ein kleines aber feines Kartenspiel aus der Feder von Uwe Rosenberg, erschienen bei Amigo. Es ist in die Auswahlliste zum Spiel des Jahres 1997 aufgenommen worden. Bei dem Namen kommt man nicht drum herum, sich an die alte Westernserie zu erinnern. Beides hat jedoch wenig miteinander zu tun.

Die Spieler sind keine wagemutigen Cowboys, sondern mehr oder weniger erfolgreiche Bauern. Sie müssen Bohnenfelder anlegen und durch geschickten Anbau und cleveres Verhandeln möglichst viele Bohnentaler verdienen, um am Ende das Spiel zu gewinnen.

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Raumpiraten

raumpiraten In den 80er Jahren gab es ein sehr beliebtes Computerspiel namens Elite, in dem man mit seinem Raumschiff als Händler durch den Weltraum flog und auf verschiedenen Planeten in deren Handelsposten Waren kaufte und verkaufte. Wahlweise konnte man sein Leben im All auch als Pirat fristen und große Raumfrachter überfallen.

Raumpiraten- Autor Christophe Boelinger scheint “Elite” gekannt zu haben und lehnt sein Brettspiel zumindest von der Kulisse her an den Videospiel- Klassiker an. Aus einer Reihe von schön gestalteten Papp- Elementen wird auf dem Tisch eine Weltraumlandschaft aufgebaut, in der sich Raumschiffe und Asteroiden bewegen. Die Elemente werden so ausgelegt, dass sie zwischen sich Freiraum halten, aber auch eine Begrenzung zu den Tischkanten bewirken.
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Kamisado

kamisado_cover.jpgKamisado ist ein farbenfrohes und sehr strategisches Brettspiel von Peter Burley, das für zwei Spieler ausgelegt ist und in seiner Struktur ein wenig an Schach erinnert.

Beim Aufbau des Spiels fallen vor allem die ausgeprägt bunten Farben ins Auge. Das Spielbrett ist wie ein Schachbrett in 64 Quadrate unterteilt. Diese sind jedoch nicht schwarz und weiß, sondern in acht Farben bunt gemischt.

Dazu gibt es noch Sechzehn achteckige Türme in den gleichen acht Farben wie das Spielfeld. Die eine Hälfte ist mit einen goldenen und die andere Hälfte mit einem schwarzen Drachen markiert.  Passend zu den Spielerfarben schwarz und Gold gibt es Ringe, die auf die Türme gelegt werden können in drei unterschiedlichen Größen.

Jeder Spieler platziert nun seine Türme auf der eigenen „Heim-Reihe“, also der Reihe, die dem Spieler am nächsten ist. Dabei müssen die Farben der Türme jeweils mit den Farben des Feldes übereinstimmen.

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Alea Iacta Est

AleaIactaEst__Cover__ThumbDer Würfel ist gefallen! Dieser Titel vermag es uns direkt das Thema und die Hauptmechanik des Spieles aus dem Verlag Alea nahe zu bringen. Wir befinden uns im alten Rom und versuchen möglichst viele Provinzen zu erobern und mit Senatoren zu besetzen. Dabei brauchen wir keine Armeen oder Ressourcen, sondern die Gunst von Fortuna, die es uns erlaubt unseren Einfluss mittels Würfeln zu erweitern.

Das Spiel von Jeffrey D. Allers und Bernd Eisenstein enthält (wie es der Name schon vermuten lässt) Würfel und zwar eine Menge davon. Für jeden der bis zu fünf Spieler sind acht Sechsseiter enthalten. Darüber hinaus sind Tableaus für die Gebäude Roms (Senatus, Templum, Castrum, Forum Romanun und die Latrine) und Marker/Plättchen für Senatoren, Provinzen, Senatsbeschlüsse, Fortunas Einfluss und den Startspieler und die so genannten "Repete!"-Chips enthalten.

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Im Wandel der Zeiten – das Würfelspiel – Bronzezeit

im_wandel_der_zeiten_ws Würfeln und Taktik, das passt eigentlich nicht wirklich zusammen. Bei “Im Wandel der Zeiten das Würfelspiel” entscheiden die Würfel über die Entwicklung Deiner Zivilisation, aber das taktische Geschick wirkt sich auf den Verlauf positiv oder negativ aus.

Das liegt daran, dass die Spieler die Ergebnisse ihrer Würfe speichern können und diese in unterschiedlichen Bereichen einsetzen können. Auf einem Holzbrett erden diese Bereiche mit kleinen Markern angezeigt. Auf dem Brett Können um Einen Handelswaren, zum Anderen Nahrungsmittel gespeichert und markiert werden. Später werden diese zur Versorgung oder zum Kauf von zivilisatorischen Errungenschaften eingesetzt.

Diese Käufe und weitere ebenfalls durch Einsatz von Geld und Arbeitern käuflich erhältliche Stäfte und Monumente werden zusammen mit immer wieder einsetzenden Katastrophen auf einem speziellen Notizbogen festgehalten. Dort kann dann bei Spielende auch das Gesamtergebnis errechnet werden.

Der Zusatz “Bronzezeit” auf dem Spieltitel berrät, dass es sich bei den Rohstoffen, Bauwerken und Errungenschaften vornehmlich um Typographien aus dieser Zeitperiode handeln soll. Allerdings ist dies stark abstrahiert und bringt die Komplexität einer entstehenden Zivilisation auf einige mehr oder weniger bekannte Begrifflichkeiten. (mehr …)

Galaxy Trucker

Galaxy_Trucker__Cover__ThumbDer Weltraum. Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer eines Truckers, der mit einem selbst gebauten Raumschiff unterwegs ist, um viele Güter zu entdecken, reich zu werden und zu überleben. So oder so ähnlich könnte man das Geschehen im Spiel Galaxy Trucker von Vlaada Chvatil aus dem Heidelberger Spieleverlag zusammenfassen.

In der Schachtel steckt eine Menge an Material. Neben den 9 Tableaus für die Raumschiffe und die Übersichtskarte, sind Flugkarten, Raumschiffteile, Piloten-, Alien- und Raumschifffiguren, Holzmarker für die Güter, Glasmarker für die Energie, Pappmarker für das Geld, eine Sanduhr und Würfel enthalten. Auch die Spielanleitung sollte besonders hervorgehoben werden. Sie ist locker und witzig geschrieben und gibt einen schnellen und unterhaltsamen Einstieg in das Spiel.

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Carcassonne

carcassonne Für uns Vielspieler unfassbar, aber wahr… es gibt tatsächlich noch einen kleinen Teil der Bevölkerung, der nicht nur dem Carcassonne –  Fieber entfliehen konnte, sondern denen das Spiel sogar unbekannt ist. Eben diese Erfahrung mussten wir in den letzten Tagen machen, als uns ein Freund darum bat, ihm das Spiel doch mal näher zu erläutern.

Also entschlossen wir uns, doch noch eine paar Zeilen zum “Spiel des Jahres 2001” und in nächster Zeit auch zu den zahlreichen Erweiterungen zu schreiben… Verdient hat es dies allemal…

Eine Besonderheit von Carcassonne ist die Tatsache, dass es keinen klassischen Spielplan gibt, sondern viele kleine viereckige Kärtchen, die unterschiedliche Landschaften, Straßen, Klöster und Städte zeigen und die eigentlich wenig ansprechend gezeichnet sind, eher zweckmäßig. Damit kann man dem Spiel eine entfernte Verwandtschaft zu Legespielen wie Domino zusprechen. Zur Ausstattung des Spiels  gehören noch eine Punkteleiste und ein paar Holz – Spilfiguren in unterschiedlichen Farben und Größen. (mehr …)

Nominierungen für das Spiel des Jahres 2010

PICT0001 Die Jury “Spiel des Jahres” hat im Jahr 2010 ein Luxusproblem: Finde aus den vielen guten Spiele- Neuerscheinungen 5 Auserwählte, die nach weiterer intensiver Prüfung einen Sieger unter sich ausmachen.  Die 5 genannten Spiele “Dixit”, “Identik”, “Fresko”, “A la Carte” und “Im Wandel der Zeiten – das Würfelspiel” sind dabei auf den ersten Blick scheinbar nicht die erste Wahl der Spieler – Gemeinde, zumindest nicht der Online- Gemeinde, die inzwischen über Blogs, das Spielbox– Forum, Twitter und Facebook sehr gut miteinander vernetzt ist.

Neu ist die Auszeichnung “Spiel des Jahres PLUS”, vorgesehen für “Die Tore der Welt”. Aha? eine Abwertung des Preises “Spiel des Jahres”?  Kaufe ich mir also nun das “Spiel des Jahres oder das “Spiel des Jahres PLUS” an dem alles besser ist: Atmosphäre, Umsetzung, Spielmechanik, Idee, Begleitstory etc.? Da die Verlage im Handel alle offensiv mit dem roten Pömpel werben werden, könnte es dazu kommen, dass der Aufdruck “Spiel des Jahres PLUS” von der nicht so erfahrenen (Massen-) Käuferschicht missverstanden wird.

Das wirft insgesamt wieder die Frage der Zielgruppe auf: Für wen ist die Auszeichnung Spiel des Jahres interessant? Für mich ist das immer noch die ratlos vor dem Regal stehende Mutter (oder der Vater, Großeltern, Verwandte, etc.), die ihrem Kind ein Spiel kaufen will und sich ob der großen Vielfalt nicht entscheiden kann. Ein Spiel mit dem Siegel “Spiel des Jahres” oder zumindest mit dem gern verwechselten “Auswahlliste Spiel des Jahres” und dann zukünftig wohl auch das zusätzliche “PLUS”, verstanden als “noch besser als das eigentliche Spiel des Jahres” wird hier eine bevorzugte Wahl sein.

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