Über Siedler von Catan ist schon viel geschrieben worden, tausende Partien sind online und offline gespielt, vielfache Varianten und Erweiterungen erfunden und sogar eine eigene Catan GmbH ist gegründet. Deshalb gibt es jetzt auch keine x-tausendfachste Rezension oder Regelerklärung, sondern einen kleinen Bericht zu einem spontan durchgeführten Catan-Themenabend, im Badisch Brauhaus in Karlsruhe.
Finca
Draussen wird es jetzt wieder kalt und schmuddelig. Was wünscht man sich da mehr als ein paar Südfrüchte, Sonnenschein und eine kleines Häuschen am Meer. Da das aber leider etwas zu kostspielig ist, muss eine andere Lösung her! Wie wäre es da mit einem Brettspiel? In „Finca“ werden den Spielern genau diese Wünsche erfüllt. Jeder übernimmt die Rolle eines Obstbauern auf Mallorca und versucht möglichst viele seiner Südfrüchte auf der Insel zu vetreiben. Damit aber dabei kein Stress aufkommt geht es schön gemächlich mit einem Eselgespann voran.
Neben dem relativ kleinen aber sehr schön illustrierten Spielplan sind sechs verschiedene Fruchtarten aus Holz enthalten. Außerdem sind noch Holzfincas und eine Reihe Plättchen für das Windrad, die Fincas und die Spieler selbst zu finden.
Ziel des Spiels ist es die Aufträge der Fincas auf Malllorca zu erfüllen. Für jeden erfüllten Auftrag gibt es je nach Anzahl und Sorten der geforderten Früchte Siegpunkte. Ausserdem gibt es noch die Möglichkeit über Bonusplättchen Sonderpunkte zu sammeln. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.
Mr. Jack
Spätestens seit dem Ravensburger Spiel des Jahres “Scotland Yard” und dem Klassiker “Cluedo” sind Detektiv- und Ermittlungsspiele ein beliebtes Thema für Brettspiele. Das Spiel Mr. Jack von Bruno Cathala und Ludovic Maublanc nimmt keinen geringeren als Jack The Ripper, den Protagonisten in einem der größten Kriminalfälle in der Geschichte zum Vorbild.
So sind denn auch die Rollen schnell verteilt: Ein Spieler schlüpft in die Rolle des berüchtigten Serienmörders, der andere übernimmt die polizeilichen Ermittlungen und versucht, Jack zu fangen. Mr. Jack kann nur zu zweit gespielt werden. An guten Zweispieler- Spielen mangelt es eigentlich immer noch, auch wenn viele Mehrspieler – Spiele auch gut zu zweit spielbar sind.
Die Kulisse für unsere Verbrecherjagd bildet der Londoner Stadtteil Whitechapel aus dem Jahre 1888. Auf den Straßen dort tummeln sich 8 Personen, die allesamt mit dem Verdacht, Jack zu sein, behaftet sind. Nur der Spieler, der Jack spielt, weiß, welche Person wirklich der Täter ist. Er hat dazu am Spielanfang eine Personenkarte mit dem entsprechenden Charakter gezogen und beiseitegelegt.
Opera
Mit Opera aus dem HUCH & friends Verlag entführt uns Hans van Tol in die Welt der musikalischen Highlights des Barocks, der Klassik und der Romantik. Eröffnen Sie nun Ihre eigenen Opernhäuser und führen Sie möglichst geschickt die Werke von Mozart, Beethoven und Co zu der Zeit auf, wenn Sie besonders angesagt sind.
Jeder Spieler bekommt ein wenig Kleingeld, das erste Opernhaus und ein Musikstück des Hauskomponisten, sowie einen Sichtschirm. Der Bau der Opern in verschiedenen Städten kann beginnen. Eine Runde besteht aus drei Phasen, der Budget-, Aktions- und der Einkommensphase.
Nun kann die Reise in die Welt der Oper mit der Budgetphase beginnen. Vom Startkapital kann nun jeder das Budget für die erste Runde bestimmen, indem er entsprechendes Geld versteckt geboten wird. Danach wird das Budget auf einer entsprechenden Leiste festgelegt und der Spieler mit dem meisten Geld in dieser Runde beginnt damit sich einen Charakter auszusuchen, der ihm beim Ausbau der Opern behilflich ist und die entsprechenden Kosten auf der Budgetleiste herabgesetzt. (mehr …)
Dominion – Die Intrige
Dominion – Intrige ist ein weiterer Spross im Dominion-Universum. Wie auch im Original sind Punkte-, Geld- und Fluchkarten enthalten. Darüber hinaus findet man in der Schachtel auch 25 Aktionskartendecks. Damit ist das Spiel auch ohne Dominion spielbar. Die Grundregeln des Spiels sind analog zu Dominion, welches schon auf dieser Seite rezensiert wurde. Wer Dominion also noch nicht kennt, sollte zunächst diese Rezension lesen, da es hier nur um die Neuerungen gehen soll.
Interaktion
Wie der Name „Intrige“ schon vermuten lässt, ist das Spiel wesentlich stärker auf Interaktion ausgelegt. Diese macht sich dabei zumeist negativ bei den Mitspielern bemerkbar. Dabei sollen vor allem eingefahrene Strategien durchbrochen werden, um die Spieler vor immer wieder neue Herausforderungen zu stellen. So erlaubt z. B. der „Trickser“ eine Karte der Mitspieler gegen eine gleichwertige Karte zu tauschen, um so die mit viel Planung aufgebauten Decks der Mitspieler durcheinander zu bringen. Es kommt nicht mehr nur auf die Optimierung der eigenen Decks an, sondern auch auf das Stören der Mitspieler und die Reaktion auf deren Angriffe an.
Doppelfunktionen
Eine weitere wichtige Neuerung sind Karten mit Doppelfunktion. So gilt z. B. der „Harem“ als 2 Geld im Spiel und bringt am Spielende zusätzlich auch noch Punkte. Auch die „Adeligen“ zählen ebenfalls 2 Punkte am Spielende, dienen aber zusätzlich als Aktionskarte. Auch damit werden neue Strategienen machbar. Es ist nun nicht mehr unbedingt notwendig erst Geld- und Aktionskarten zu kaufen und erst spät im Spiel auf Punktekarten zu gehen, da man mittels dieser Karten schon früh Siegpunkte ins eigene Deck bringt.
Aktionswahl
Auch die Vielseitigkeit der Aktionskarten wurde erweitert. So gibt es jetzt viele Karten, die je nach Situation verschiedene Aktionen erlauben. Der „Handlanger“ z. B. erlaubt die Auswahl zweier Aktionen aus den vier Varianten „Karte“, „Aktion“, „Kauf“ und „1 Geld“. Damit ist es mit Intrige nun möglich viel agilere Decks zu bauen, die den neuen Anforderungen gewachsen sind und je nach Situation andere Möglichkeiten erlauben.
Komplexität
Allerdings bringen die neuen Karten auch mehr Komplexität mit sich. Auf den meisten Karten steht viel Text und es erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit, bis alle neuen Aktionen klar sind. Da aber immer nur 10 Aktionskarten ins Spiel kommen hält sich auch dieser Aufwand in Grenzen.
Alles in allem kommt jeder Dominion-Fan an der Intrige nicht vorbei, da durch die neuen Aktionskarten wesentlich mehr Interaktion, Abwechslung und Heraussforderung ins Spiel kommen. Auch wer Dominion mit mehr als 4 Spielern spielen möchte sollte zugreifen, da mit der Intrige und dem Grundspiel auch ein Spiel mit bis zu 6 Spielern möglich ist. Ein großes Lob geht auch an Michael Menzel, der das neue Cover so gestaltet hat, dass es sich direkt an das Original anschließt und so fast zu schade fürs Spieleregal ist. Dominion-Einsteiger sollten jedoch lieber mit dem Grundspiel beginnen, da die Aktionskarten einfacher verständlich und auch geradliniger sind und so einen leichteren Zugang zum Spiel erlauben.
| Name: | Dominion – Intrige |
| Spieler: | 2-4(6 mit Dominion) |
| Alter: | ab 8 Jahre |
| Dauer: | 30 Minuten |
| Autor(en): | Donald X. Vaccarino |
| Verlag: | Hans im Glück |
Munchkin Quest – Die Trollbude – Promo Set 1
Auf der Spiel09 in Essen gab es eine Mini-Erweiterung beim Kauf eine Spiels Munchkin – Quest am Pegasus Spiele Stand kostenlos dazu.
Diese Erweiterung enthält neben der Trollkarte, einen doppelseitig bedruckten neuen Raum. Einmal die Trollbude und die Heilquelle. Es gibt auch eine neue Sorte Gänge und ein neues Troll Monster.
Die Trollkarte ist keine normale Monsterkarte und wird nicht unter die Monsterkarten gemischt, sondern kommt zu gegebener Zeit ins Spiel. Wird sie abgelegt, dann wandert sie oben auf den Monsterstapel. Der Troll wird aus dem Stapel entfernt, sobald dieser neu gemischt wird. (mehr …)
Musketiere
Musketiere von Franz Josef Lamminger ist ein kurzes aber knackiges Kartenspiel. Die Musketiere sind unterwegs, um die drei wertvollen Edelsteine für die Königin zu beschaffen. Nun gilt es dem Kardinal und seiner gefürchteten Garde ein Schnippchen zu schlagen und die Duelle zugunsten der Musketiere zu entscheiden.
Die Spieler schlüpfen in die Rolle der Musketiere und kämpfen Seite an Seite gegen die Garde. Dazu bekommt jeder Spieler 12 Musketierkarten, wovon jeder drei Karten als Soldkarten verdeckt vor sich auslegt. Diese geben an, wie viele Silberstücke die Spieler gewonnen haben. Die übrigen Karten bleiben auf der Hand und dienen dazu gegen die Garde zu kämpfen. (mehr …)
It’s Alive
It’s Alive ist ein Sammel- und Versteigerungsspiel von Yehuda Berlinger aus dem englischen Kleinverlag Reiver Games. Es ist mit 2-5 Personen ab 12 Jahren in ungefähr 15-30 Minuten spielbar.
Es ist Nacht, Blitze durchzucken den pechschwarzen Himmel und der Donner hallt durch die dunklen Gänge eures Labores. Ihr habt es fast geschafft, es fehlt nur noch das Herz und eure Kreatur wird zum Leben erwachen. Leises schlurfen dringt an euer Ohr. „Aaaah, mein Scherge bringt mir das Herz“. Doch er bringt nicht das Herz, sondern die Nachricht, dass es einem anderen „Wissenschaftler“ gelungen sei euer Experiment vor euch abzuschließen. „NEEEEEEEIIIIIIIIIIIIN !!!!“ (mehr …)
Chez Guevara
“Genosse! Wenn Du die Revolution liebst, dann solltest Du das Leben genießen, so lange Du noch kannst. Komm, ich lade Dich ein zu einer Zigarre und gutem Rum in meiner Baracke!”
So oder so ähnlich kann man sich das Spiel Chez Guevara aus dem Pegasus-Spiele Verlag vorstellen. Das satirische Kartenspiel von Steve Jackson basiert auf der erfolgreichen Chez Geek Reihe, die bei Pegasus-Spiele erschienen ist.
Ziel des Spiels ist es, der größte “Slacker” zu werden. Ein Slacker ist das, was wir in Deutschland “Coach–Potatoe” nennen, ein Rumhänger, Faulpelz, Schlonz. Die Slacker – Punkte erhält der Spieler durch Ausspielen geeigneter Karten in Form von Personen, Freizeitaktivitäten oder Dingen. Schlafen zum Beispiel bringt ganze 2 Slackpunkte, genauso wie der Entschluss, sich spontan 3 Tage frei zu nehmen. Wer durch Ausspielen solcher und anderer skurriler Karten insgesamt 20 Slacker sammelt, der gewinnt das Spiel.
Das Szenario für das Auslegen bildet eine Milizenlager, dessen jeweilige Anführer die Spieler sind und dieses mit Leben und Ausstattung erfüllen. Dabei bestimmt ein vorgegebener Dienstgrad über die Möglichkeiten des Handelns. Ein Korporal hat beispielsweise 2 Freizeitpunkte und 3 EInkommenspunkte. Diese können Runde für Runde für Gast- Personen, Aktivitäten und Ausstattung ausgegeben werden. Die Gäste sind dabei nicht immer wirklich willkommen, denn einige von Ihnen stellen hohe Anforderungen an die Gastfreundlichkeit. Wer eine Partymaus zu Gast haben möchte, muss entsprechende Alkoholvorräte besitzen, könnte aber auch mit Ihr “Marie Johanna” konsumieren ;-). (mehr …)
Munchkin Quest
Munchkin Quest ist das beeindruckende Brettspiel von Pegasus Spiele zum gleichnamigen, bekannten Kartenspiel von Steve Jackson. Das Spiel bringt gleich die typische Munchkin Atmosphäre auf den Tisch und es entpuppt sich als richtiges Erlebnis, das Spielmaterial kennen zu lernen. Grundsätzlich stehe ich persönlich auf Holzspielmaterial und war noch nie begeistert von Kunststoffmaterial… bis jetzt… Begeisterung findet nichn nur die schönen Munchkin Figuren, sondern auch die Qualität der Karten, Marker und Aufsteller. Als besonderer Bonus, was bei Pegasus Spiele ja schon bald Standard ist, sind noch zahlreiche Ziptüten in der Schachtel, sodass das Spielmaterial sortiert aufbewahrt werden kann. (mehr …)
