Im Frühjahr 2026 fand die Spiel Doch! zum mittlerweile fünften Mal in den Dortmunder Westfalenhallen statt. Auch in diesem Jahr wurden erneut Rekorde aufgestellt: Die Zahl von 17.000 Besuchern im Vorjahr wurde um weitere 1.000 übertroffen. Die gesamte Fläche der Halle 4 mit 8.300 Quadratmetern war belegt.

Am Freitag wurden, wie auch in den Vorjahren, Schüler zum Besuch eingeladen, und über 700 nahmen das Angebot gerne an. Der Freitag ist tatsächlich auch der entspannteste Tag für einen Messebesuch, da Familien hierfür eher keinen Urlaubstag nehmen.

Am Samstag waren wir diesmal bereits pünktlich zur Öffnung um 10 Uhr vor Ort und waren von der wartenden Menge überrascht, die sich ordentlich in Schlangen einreihte. Das Tempo am Einlass war hoch, und entsprechend verteilten sich die Besucher schnell auf die Spieltische der Verlage sowie die große Spielausleihe. Letztere bot Platz für insgesamt 900 Spieler und war ab Samstagmittag bereits restlos belegt. Auch die Spieltische der Verlage waren gut besucht, sodass ein passender Platz aktiv gesucht werden musste.

Die Gänge sind angenehm breit, wodurch es zu keinen Engpässen kam. Gastronomie war sowohl im Innen- als auch im Außenbereich vorhanden. Preislich lag diese auf dem Niveau typischer Fast-Food-Angebote, wie sie inzwischen auch außerhalb von Messen üblich sind. Mit 8–10 € konnte man mit Falafel, Döner oder Burger aber durchaus satt werden.

Alle großen sowie viele kleinere Verlage waren vertreten und präsentierten nicht nur die Neuheiten des Frühjahrs, sondern auch Titel aus den Vorjahren. Einige Verlage hatten ihr Sortiment gezielt auf die Messe abgestimmt: So gab es bei Ravensburger vor allem Titel im Kinder- und Familienbereich, während komplexere Spiele dort nicht vertreten waren. Für die Zielgruppe ist das vermutlich die richtige Entscheidung, wir hätten uns dennoch über eine Partie Moon Colony Bloodbath gefreut.

Spiele im Kenner- und Expertenbereich waren natürlich ebenfalls vertreten. Die Tische bei Feuerland und Frosted Games waren nahezu durchgehend besetzt. Aufgrund der längeren Spieldauer, da viele Partien vollständig gespielt wurden, war die Chance auf einen freien Platz hier gering. Für die Zukunft wäre ein Mittelweg denkbar, um auch erfahrene Spieler besser abzuholen, etwa durch kürzere Proberunden. Zumindest die deutsche Version von Origin Story, alias Hero Story, konnten wir beide Feuerland probespielen.

Nichtsdestotrotz hatten wir ausreichend Gelegenheit zum Spielen und nutzten die Spielausleihe. Dabei konnten wir auch direkt neue Mitspieler kennenlernen und gemeinsam Spiele entdecken, die wir zuvor gar nicht auf dem Schirm hatten.

Auch einige Schnäppchen ließen sich machen. Die Flohmarktstände waren gut besucht, und auch Asmodee hatte mit dem „Brettspiel-Lager“ erneut zum Ausverkauf eingeladen. Wir konnten uns am Samstagmittag noch eines der letzten Exemplare von Great Western Trail: Neuseeland sichern.

Die Spiel Doch! richtet sich klar an Familien, und das Konzept geht auf. Erwachsene und Kinder konnten an vielen Ständen neue und bekannte Spiele entdecken und die Zeit intensiv zum Spielen nutzen. Für das kommende Jahr deutet der Nostheide Verlag mit der Erweiterung um Halle 7 auf ein noch größeres Ereignis hin. Wir freuen uns bereits jetzt und haben uns den 09.–11.04.2027 im Kalender vorgemerkt.

Spiel doch! – Messe Dortmund 2026
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