bang-the-dicegameAls Kartenspiel ist Bang schon eine Weile auf dem Markt. Dem Trend folgend, dass Kartenspiele in Würfelspiele umgewandelt werden und umgekehrt, haben wir es hier nun also der Ausgabe als Würfelspiel zu tun.

Karten sind aber dennoch im Spiel, denn zunächst erhält jeder der bis zu acht Spieler eine Rollenkarte. Damit ist für ihn festgelegt, welche Mitspieler ihm wohlgesonnen sind und welche nicht. Bang – the Dicegame spielt im wilden Westen, daher stehen hier die Protagonisten eines guten Western bereit: der Sheriff, Hilfssheriff, Banditen und Gesetzlose.

Jede der Figuren hat eine Sonderfähigkeit, die durch eine zweite Karte zugeteilt wird. Diese Fähigkeit kann während des gesamten Spiels verwendet werden, auch dann, wenn der Charakter des Spielers noch nicht bekannt ist.

Denn außer dem Sheriff ist zu Spielbeginn nicht bekannt, wer welche Rolle innehat. Somit weiß auch niemand, auf wen es der Mitspieler abgesehen hat. Dass der Sheriff vorzugsweise auf Verbrecherjagd geht, ist logisch, doch so lange er nicht weiß, wer die Banditen und Gesetzlosen sind, kann es passieren, dass er versehentlich auf einen Hilfssheriff schießt.

Nun kommen die Würfel ins Spiel. Der aktive Spieler würfelt bis zu dreimal und stellt sich aus den gewürfelten Symbolen seinen Spielzug zusammen. Ein Dynamitsymbol wirkt dabei negativ, denn es darf nicht erneut gewürfelt werden. Bei drei Symbolen verliert der Spieler gar einen Lebenspunkt.

IMG_0182Mehr anfangen lässt sich mit dem ZielsMbol. Der Spieler kann damit auf einen Sitznachbarn zur rechten oder linken schießen. Die reichweite beträgt je nach gewürfelter Zahl einen oder zwei Spieler. Der getroffene Spieler verliert sofort einen Lebenspunkt.

Hat man bis zu drei Gatlingsymbole gewürfelt, führt dies zum Verlust von Lebenspunkten bei allen Mitspielern. Ein Bierglas indes bringt  einem Spieler nach Wahl einen Lebenspunkt zurück. Das muss nicht unbedingt der aktive Spieler selbst sein, denn manchmal ist es aus taktischen Gründen besser, einen Mitspieler vor dem sicheren Tod zu bewahren, um selbst gewinnen zu können.

Ein Pfeilsymbol schliesslich bringt die Indianer ins Spiel. Immer wenn dieses Symbol gewürfelt wird, gilt der Spieler als vom Indianerpfeil getroffen. In diesem Fall muss er sich einen in der Spielmitte ausliegenden Pfeil nehmen. Sind alle Pfeile verteilt, wird der Indianerangriff ausgelöst und jeder Spieler verliert Lebenspunkte entsprechend der Zahl der bis dahin erhaltenen Pfeile. Immerhin, ein gewürfeltes Pfeilsymbol darf erneut gewürfelt werden, mit dem Risiko, ein weiteres Pfeilsymbol zu würfeln.

So wird reihum gewürfelt, bis einer der Spieler alle anderen überlebt hat, also alle seine Patronenmarker verloren hat. Dieser Spieler hat das Spiel gewonnen..

Bang – the Dicegame hat alles, was man zu einem guten Western benötigt, ausser Pferden vielleicht, aber die mermisst niemand. Im Spielverlauf offenbart sich immer mehr, wer gut und wer böse ist und es macht Spaß, über einen Fehlschuss zu lachen oder seine Strategie spontan zu ändern, nachdem sich der Bandit irrtümlich als Hilfssheriff herausgestellt hat.

Somit entpuppt sich Bang – the Dicegame als ein interaktives,  unterhaltsames und spannenedes Würfelspiel, das weit weg von Kniffel ein kurzweiliges gemeinschaftliches Spielerlebnis in größeren Runden bis 8 Spieler bietet.

Erscheinungsdatum: 2013
Verlag: abacusspiele
Autor(en):  Michael Palm Lukas Zach
Grafik: Riccardo Pieruccini
Spieler: 3 – 8
Alter: ab 8 Jahre
Dauer: 20 min

Bang – The Dicegame
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