Thunderstone

thunderstoneFantasy- Spiele üben seit langem einen besonderen Reiz auf Spieler aus, haben aber den Nachteil, dass sie meist sehr langwierig zu spielen sind. Thunderstone gehört zu den Spielen, die das Fantasy – Ambiente in eine kompakte Spielform bringen und somit das Feeling erhalten, jedoch die Spielzeit überschaubar halten.

Thunderstone gehört zur Familie der Deckbau – Spiele, die durch die Erfindung der Sammelkartenspiele eine Tradition seit Anfang der 90er Jahre haben, jedoch nach dem Erscheinen von Dominion eine in sich geschlossene Menge an Karten verwenden. Dadurch ist es nicht notwendig, viele teure “Boosterpacks” zu kaufen, um in die Lage versetzt zu werden, ein Spiel zu gestalten. Eine Box mit einem Grundspiel ist ausreichend, um variantenreichen Spielspass zu haben.

thunderstone-offenWeil Dominion das erste Spiel dieser geschlossenen Art ist, werden Spiele wie Thunderstone auch umgangssprachlich als  Dominion-Klon bezeichnet. Allerdings kommt Thunderstone  insgesamt etwas dunkler daher. Es geht um Monster der Unterwelt in einem Dungeon, um Helden, Magie und einige andere Dinge aus der Fantasy-Welt.

Den Namen gibt dem Spiel die Karte “Thunderstone”, die sich weit unten im Deck und somit tief in einem Dungeon liegt, das von einigen unangenehmen Unterwelt – Kreaturen beschützt wird.  Um an den Donnerstein heranzukommen, müssen diese Monster beiseite geräumt werden. Dazu nutzen die teilnehmenden Spieler Heldenkarten, die sie mit allerlei Waffen und Werkzeugen ausstatten, um sie dann in Richtung des Dungeon zu senden.

Das Spiel besteht im Wesentlichen aus zwei in jedem Zug auswählbaren Spielphasen: Dem Kampf im Dungeon oder dem Besuch des Dorfs, um Helden einzustellen und Gegenstande zu kaufen. Außerdem kann ein Spieler jederzeit auch Erholung nehmen und seine Kartenhand auswechseln. Aus den gekauften oder getauschten Karten bilden die Spieler ihre Decks, von denen sie jeweils mit 6 offen gespielten Karten ihre Entscheidungen zu Kampf, Dorf oder Erholung treffen.

Der Kampf gegen die Monster gestaltet sich als nicht ganz einfach. Man stelle sich vor, dass drei der Monster quasi hintereinander im Dungeon stehen, so dass das vorderste am leichtesten und das hinterste am schwersten zu erledigen ist.  Ausschlaggebend dafür ist unter anderem der Faktor Licht. Je mehr Licht zur Verfügung steht, desto leichter sind die Monster zu besiegen.  Haben die Spieler Fackeln, Leuchtschwerter oder flammende Schilde dabei, erhellt sich der Raum und die Gegner sind besser zu sehen und zu überwinden.

Ist das Licht- Problem gelöst, wird klassischerweise noch Stärke benötigt, die sich aber in normale Kraft und in magische Stärke unterteilt. Unglücklicherweise sind manche Monster gegen Magie immun, so dass eine scheinbar starke Heldenschar gegen diese Monster nicht viel ausrichten kann. In diesem Fall hilft erneut das Dorf, um Waffen und Ausstattung auf die Gegner anzupassen.

Werden gegnerische Kreaturen besiegt, erhalten die Spieler Erfahrungspunkte, mit denen sie ihre Helden stärken können. Im Tausch gegen die Punkte steigen die eigenen Helden bis zu Stufe 3 auf und erhalten so mehr individuelle Fähigkeiten, mit denen dann auch die stärkeren Zeitgenossen unter den Gegnern überwunden werden können. Irgendwann wird dann der Donnerstein ans Licht gebracht und beendet das Spiel. Es gewinnt der Spieler, der die meisten Siegpunkte gesammelt hat. diese Ergeben sich unter anderem aus dem Schwierigkeitsgrad des Monsters, das man besiegt hat.

Auch wenn Thunderstone sich trotz Ähnlichkeit zu Dominion anders spielt, bleibt es ein Kartenspiel, sogar eines, das einen hohen Anteil an Kartenmisch – Aktionen erfordert. Dies muss man mögen. Spielerisch ist Thunderstone durch seine Variabilität interessant und kurzweilig. Besonders kniffelige Zusammenstellungen von Helden und Monstern erzeugen manchmal regelrechtes  Rätseln, mit welcher Kartenkombination die Gegner zu knacken sind. Das wiederum reizt zum erneuten Spielen.


Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Pegasus Spiele
Autor: Mike Elliot
Grafik: Jason Engle
Spieler: 1 – 5 Alter: 10 – Jahre
Dauer: ca 60 Minuten

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