Thunderstone Drachenturm

thunderstone-drachenturmDer Drachenturm ist die erste Stand-Alone Erweiterung zu Thunderstone. Sie enthält jede Menge neue Dorfkarten, Helden, Szenarien, Wächter und Monster sowie zwei neue Donnersteine mit neuen Siegpunkt- Bedingungen. Gespielt wird nach den üblichen Thunderstone- Regeln.

Die Spieler spielen ein Deck mit Karten, entscheiden sich für den Besuch des Dorfs oder des Dungeons und führen die dort möglichen Aktionen aus. Im Dorf decken sie sich mit Gegenständen, Waffen, Essen und Zaubersprüchen und heuern mächtige Kämpfer, Zauberer, Kleriker oder Diebe an.

Im Dungeon treten sie gegen unangenehme Monster an, die immer weiter aus ihrer Höhlen heraussteigen und dadurch immer besser sichtbar werden. Um ein Monster zu bekämpfen, wird daher neben Kampfkraft auch Licht benötigt. Gekämpft wird so lange, bis der Donnerstein erscheint. Dieser beendet das Spiel, sobald das vor ihm liegende Monster als letztes Monster besiegt worden ist.  Alle durch Monster und Helden erhaltene Siegpunkte werden dann zusammengezählt und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

thunderstone-drachenturm-kartenspielBedingt durch die Ausgewogenheit der Erweiterung Drachenturm sind nun Spielvarianten für das kooperative Spiel und das Solospiel möglich.  Im Kooperativen Spiel  kommt Bewegung ins Dungeon, denn die Monster wandern in jeder Runde bis ins Dorf. Dafür können sie Spieler ihre Erfahrungspunkte gemeinsam sammeln und einige gemeinsame Aktionen durchführen. Außerdem dürfen besiegte Monster nun beim Dorfbesuch dorthin abgelegt erden, falls der Spieler ein solches auf der Hand hatte.

In der Solovariante, einzusehen auf  http://www.pegasus.de/1953.html wird ebenfalls mit einem wandernden Dungeondeck gespielt. Der einzeln antretende Spieler spielt nach den üblichen Grundregeln, bewegt aber am Ende seines Zuges die Monster eine Position höher, es sei denn, der Spieler schafft es, eines der anwesenden Monster zu besiegen. Ein Monster, das unbesiegt Position 0 betreten würde, betritt nun das Dorf und wird dort auf einem Dorfstapel abgelegt. Mit diesem Automatismus endet das Spiel, sobald der Donnerstein Position 1 erreicht. Der Spieler vergleicht nun die Siegpunkte auf den von ihm besiegten Monstern mit denen der Monster, die sein Dorf überfallen haben. Hat er mehr Siegpunkte, gewinnt er gegen das Spiel.

Drachenturm spielt sich so gut wie jedes andere Thunderstone Spiel und kann selbstverständlich mit allen anderen Thunderstone – Erweiterungen und den Karten aus dem Grundspiel kombiniert werden. Besonders zu erwähnen ist die deutliche Verbesserung des Spielmaterials. dem Spiel liegt nun Spielbrett bei, auf dem die verschiedenen Zonen des Dungeons gekennzeichnet sind. Das hilft insbesondere den Einsteigern, das Spiel korrekt aufzubauen.

Die Erfahrungspunkte liegen nun in Form von kleinen Donnersteinen bei und können dadurch besser von den im Spiel befindlichen Karten unterschieden werden. Die Box wurde tiefergelegt, so dass die Karteikarten nun ohne zu Knicken in die Schachtel passen. Das Artwork wurde überarbeitet und wirkt nun etwas düsterer, aber auch edler.

Zudem hat die Spielanleitung eine notwendige Überarbeitung erfahren und hebt nun wichtige und manchmal strittige Details hervor. Wer noch nicht vom Thunderstone- Virus erfasst ist und einen guten Einstieg in dieses sehr gute Deckbau – Spiel sucht, der sollte sich zuerst Thunderstone Drachenturm zulegen und erst später das Grundspiel und die Erweiterungen zukaufen.


Erscheinungsjahr: 2011
Verlag: Pegasus Spiele
Autor: Mike Elliot
Grafik: Jason Engle
Spieler: 1 – 5
Alter: 10 – Jahre
Dauer: ca 60 Minuten

Bezugsquelle: Shop der Spiele-Akademie

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