Die Säulen der Erde

die saeulen der erdeNach dem Roman von Ken Follett wurde ein Brettspiel entwickelt, welches ein besonders realistisches Flair vermittelt. Schon durch die Gestaltung des Spielplans, sowie der detaillierten Kartenwerke wird die Lust das Spiel kennenzulernen geweckt. Es ist nicht zwingend notwendig das Buch vorher gelesen zu haben. Denen, die das Buch allerdings kennen, werden einige bekannte Charaktere über den Weg laufen.

Die Anleitung des Spiels wirkt zwar sehr komplex, allerdings wird gleich zu Beginn darauf hingewiesen, dass man die Anleitung Schritt für Schritt abarbeiten kann (je nach Phase des Spiels). Das System ist schnell zu durchblicken und man verinnerlicht die einzelnen Schritte zügig. Hilfreich ist es in diesem Zusammenhang auch, dass die groben Spielzüge auf einer Karte stehen, die jeder Spieler erhält und der Spielplan selbst auch Bände spricht.

Du hast sechs Spielrunden Zeit, um am Bau der Kathedrale mitzuhelfen. Jede Runde besteht aus vier Phasen. Du kannst durch geschicktes einsetzen von Handwerkern und aufteilen von Arbeitern, welche genügend Rohstoffe (Holz, Kies und Stein) herbeischaffen müssen, am Ende der Runde durch die Mithilfe am Bau der Kathedrale Siegpunkte ergattern.

Zu Beginn des Spiels bekommst du drei Handwerker und 12 Arbeiter beiseite gestellt.

In der ersten Phase kannst du mithilfe deiner Arbeiter Rohstoffe von einem offenen Stapel erwirtschaften oder wahlweise Handwerker erwerben. Die Rohstoffe musst du mit Arbeitern, Handwerker mit Gold bezahlen. Diese Rohstoffe können beim Bau der Kathedrale, je nach Fähigkeiten der Handwerker, in Siegpunkte umgetauscht werden.

In der zweiten Phase des Spiels kannst du deine drei Baumeister einsetzen. Alle Baumeister werden durch den Startspieler aus einem Beutel gezogen. Dessen Baumeister gezogen wird, hat nun die Wahl, ob dieser eingesetzt werden soll. Dafür muss derjenige 7 Gold zahlen. Passt er, wird der Baumeister auf ein dafür vorgesehenes Feld gesetzt und kann später kostenlos auf die verbleibenden Plätze gesetzt werden. Nachfolgend gezogene Baumeister werden jeweils um ein Gold billiger. Je teurer der Baumeister ist, desto größer ist jedoch die Auswahl an Vorteilsfeldern, die ihm zur Verfügung stehen. Die Vorteilsfelder können jeweils nur begrenzte Anzahl an Baumeister aufnehmen. Nur durch frühes setzen der Baumeister kannst du zusätzliche Arbeiter abgreifen oder bessere Handwerker hinzubekommen. Auch die Händler unter uns kommen nicht zu knapp, denn der dazu gehörige Marktplatz ist selbstverständlich auch vorhanden.

Daran schließt sich die dritte Phase an. Nach und nach kannst du nun die Vorteile und Rohstoffe aus den Setzphasen erlangen. Hier treten auch unerwartete Vorkommnisse ein, die durch Ereigniskarten ausgelöst werden. Sie können negativ wie positiv sein. Auch Steuern werden fällig. Gegen beides kannst du dich durch entsprechendes setzen der Baumeister schützen. Also sei auf der Hut.

In der Schlussphase kannst du dich mithilfe der Handwerker und der Rohstoffe am Bau der Kathedrale beteiligen. Jeder rechnet nun seine Rohstoffe, nach Fähigkeiten seiner Handwerker, in Siegpunkte um und setzt seinen Siegstein entsprechend vor.

Danach wird ein Teil der Kathedrale auf den Spielplan gelegt, um die Rundenzahl symbolisch darzustellen und den Kathedralenbau des Romans verkörpert.

Danach geht es in Runde zwei, wo andere Karten zum Tragen kommen und die Handwerker im Laufe des Spiels immer besser werden.

Das Spielmaterial ist sehr ansprechend gestaltet und aus einem gewohnt hochwertigen Material. Sehr angenehm ist, dass der Ablauf sehr schnell verinnerlicht wird. Dennoch wird es nicht langweilig, da meist bis zur letzten Wertung nicht offensichtlich ist, wer als Sieger hervorgeht. Das Spiel lohnt sich auch für Gelegenheitsspieler. Taktik und Strategie sind hier von Vorteil. Die Glückskomponente ist glücklicherweise nicht ganz so hoch.

Zu dem Spiel gibt es mittlerweile zwei Erweiterungen. Eine direkt vom Kosmos Verlag mit Namen „Die Säulen der Erde – Erweiterung“ und eine kleine aus der Spielbox.

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