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Feb

Spielwarenmesse Toy Fair 2012

   Autor: Denis   in Zusatzinfos

Kaum ist das Jahr einen Monat alt, schon wirft der spielerische Frühling/Sommer seine Schatten voraus. Wie jedes Jahr zeigten auch 2012 wieder viele Spieleverlage ihre Neuheiten auf der internationalen Spielwarenmesse Toy Fair in Nürnberg. Wir haben uns aufgemacht, um einen Blick auf die neue Kollektion zu werfen und vielleicht schon das ein oder andere Schmankerl zu entdecken.

 


Abacus Spiele

Africana heißt das neue Machwerk von Erfolgsautor Michael Schacht. In diesem Spiel versuchen die Spieler, sich erfolgreich an Expeditionen auf dem namensgebenden Kontinent zu beteiligen. Die Spieler können sich mit ihren Handkarten, welche bestimmte Symbole zeigen, über den Plan bewegen. Dabei können sie sich immer entscheiden, an den am unteren Spielfeldrand liegenden Expeditionen teilzunehmen. Allerdings bekommt nur der erste die Belohnung. Die von Valdora bekannten Büchern feiern auch einen weiteren Auftritt. Sie bieten den Spielern Aufträge (Möglichkeit, an Siegpunkte zu gelangen) und Gehilfen (Vereinfachung der Reisen). Auf den ersten Blick wirkt Africana wie ein spannendes Familienspiel.

Wenn wir schon einmal in Afrika unterwegs sind, sollten wir auch an einer Safari teilnehmen. In Foto Safari versuchen die Spieler, “das Foto” zu schießen. Die Fotoobjekte werden im Kreis um den Nachziehstapel aufgebaut. Jetzt bekommt jeder Spieler eine Zielkarte mit drei, vier oder fünf Tieren. Das Ziel des Spieles ist es, genau die Reihenfolge auf der Karte im Kreis zu finden/herzustellen. Ist ein Spieler an der Reihe, darf er zwei Karten tauschen. Foto Safari ist eine einfache und chaotische Hatz um das beste Bild.

 


Alea

Bei der Ravensburger – Tochter Alea steht in diesem Frühjahr alles im Zeichen des kleinen Sechsseiters. Vegas ist ein Zockerspiel, das in der Glückspielmetropole schlechthin spielt. Es liegen sechs Kasinos aus. Jedes Casino entspricht einer Zahl (1-6). In jedem der Kasinos gibt es verschieden viele Geldkarten zu gewinnen. In seinem Zug wirft der Spieler seine Würfel und darf alle Würfel einer Augenzahl im entsprechenden Casino einsetzen. Sind alle Würfel eingesetzt, gewinnt der Spieler das Casino, der die meisten Würfel dort liegen hat. Haben zwei Spieler gleich viele Würfel, gewinnt der Drittplatzierte. Vegas ist recht untypisch für das Programm von Alea. Wir sind gespannt, ob es den Ansprüchen gerecht werden kann.

In Saint Malo von Inka und Markus Brand geht es darum, eine Stadt aufzubauen. Diese wird durch ein beschreibbares Tableau repräsentiert. Die Würfel in diesem Spiel zeigen Materialien und Adelige. In seinem Zug darf der Spieler die Würfel bis zu dreimal werfen und Würfel herauslegen. Mit dem Ergebnis kann der Spieler Rohstoffe ernten, Gebäude bauen, Adelige nutzen, u.s.w.. Wie variabel die Strategien sind und wie hoch der Glücksfaktor ist, wird sich jedoch noch zeigen.


Asmodee

Das Highlight bei Asmodee wird für viele die angekündigte Erweiterung für 7 Wonders – CITIES sein. Viel gab es dazu allerdings noch nicht zu sehen. Bisher zu sehen gab es die neuen schwarzen Städtekarten. Diese bieten verschiedene neue Möglichkeiten die eigene Stadt auszubauen (Militär für Geld) aber auch komplexere Karteneigenschaften (z. B. kann man sich mit einer Karte bei der Auswertung des Militärs herausnehmen). Unser Eindruck war, dass CITIES eine spannende Erweiterung für Fans des Spiels werden könnte. Nähere Informationen zur Erweiterung sind hier bei unserem Kollegen Guido von TricTrac nachzulesen. Ob es ein “Pflichtkauf” wird, werden wir aber erst bei der Fertigstellung erfahren.

Mit The Island bringt Asmodee das Spiel Survive! vom Verlag Stronghold Games auf den europäischen Markt. Bei The Island geht es darum, von einer sinkenden Insel zu fliehen. Allerdings ist sich dabei jeder selbst der Nächste und Haie und andere Seemonster machen die Flucht nicht leichter.

Mit Zug um Zug – Deutschland kommt eine Jubiläumsausgabe des Klassikers auf den Markt. Das Spiel entspricht dem Grundspiel und ist keine Neuauflage der Märklin Edition. Es wird auf der Karte von Deutschland gespielt.


eggertspiele

Die Partnerschaft mit Pegasus Spiele scheint Verleger Peter Eggert zu beflügeln. Gleich drei Spiele waren für das Frühjahr zu betrachten. Das Highlight ist ganz klar Village von Inka und Markus Brand, das bereits auf der Spiel in Essen vorgestellt, jedoch erst zu Nürnberg fertiggestellt wurde.  In Village können die Spieler das Leben in einem mittelalterlichen Dorf nacherleben. Über verschiedene Generationen bringt man sich im Dorf ein, züchtet Tiere, macht Karriere in Rathaus oder Kirche oder erkundet die umgebenden Dörfer. All das wird durch einen spannenden Mechanismus über Aktionssteine gesteuert. Ziel der Spieler ist es, in die Chronik des Dorfes zu kommen und damit zu punkten.

Ebenfalls in den Zeiten der Ritter spielt Spectaculum von Rainer Knizia. Ziel des Spieles ist es, eine möglichst spannende Gauklertruppe zusammenzustellen und diese auf dem Weg durch die Lande zu präsentieren. Dazu breiten sich die Spieler auf einem Hexfeld aus und werten ihre Gauklertruppen über bestimmte Punktechips auf oder ab. Besonders sind uns hier die wirklich großartig illustrierten Karten ins Auge gesprungen.

Das letzte Spiel des Frühjahrs ist Milestones.  Hier geht es darum, sich auf einem Plan mit Dörfern und Straßen auszubreiten. Gesteuert wird das Spiel über ein variables Spielertableau, welches als eine Art Rondell fungiert.


Heidelberger Spieleverlag

Große Namen bestimmen die erste Jahreshälfte beim Heidelberger Spieleverlag. Der Eiserne Thron ist das erste Große Thema. Die zweite Edition des Strategieklassikers zeigt sich in neuem und verbessertem Gewand. Neben den runderneuerten Grafiken und dem verbesserten Material, enthält die Neuauflage auch Elemente, welche in der ersten Edition erst über die Erweiterungen hinzu kamen (Belagerungsmaschinen, …). Darüber hinaus erscheint ein Living Card Game zum Thema und erweitert das Angebot dieses Kartenspielformates.

Auch das “Herr der Ringe”-Universum bekommt Nachschub. Die “Khazad Dhum“-Erweiterung bietet allen Freunden des Herr der Ringe Kartenspiels  neue Herausforderungen, Monster, und Helden. Wem eine Heldengruppe zu klein ist, der kann zur Neuauflage des Ringkriegs greifen. Auch in diese Neuauflage fließen einige Errungenschaften der seit Langem vergriffenen Sammleredition ein.

Mit der der zweiten Edition von Descent kann der Fantasy-Klassiker ganz neu entdeckt werden. In das Descent-Universum fließen die Errungenschaften von den Villen des Wahnsinns ein. Es gilt jetzt nicht mehr nur: “Geh in das Verlies, töte alle Monster und bring den Schatz mit”. Das Spiel soll viel thematischer werden. Dazu bekommen die Helden und der Overlord von einander unabhängig Aufgaben, welche erfüllt werden wollen und welche auch nicht immer unbedingt bekannt sind. Alle Erweiterungen (bis auf Wege zum Ruhm) sollen dank eines Umrüst-Sets kompatibel sein. Wir freuen uns schon darauf, die neuen Höhlen zu erforschen.

Für Strategiefreunde kommt mit der Erweiterung zu CIVILIZATION. Diese soll neben neuen Völkern, Metropolen, Kulturkarten auch neue Möglichkeiten enthalten, das erwirtschaftete Geld zu nutzen. Wir sind gespannt, wie sich die neuen Komponenten in das bestehende System integrieren.

Die letzte Neuheit, die wir aus dem umfassenden Katalog herausgreifen möchten, ist Das letzte Bankett. Wir haben bereits im vergangenen Jahr über dieses Spiel für große Gruppen berichtet. Vor allem Fans von den Werwölfen sollten hier einmal einen Blick riskieren, da auch besonders die Grafiken wirklich toll geworden sind.


Huch & Friends

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Mit Talat hat Huch & Friends den von der Spielwarenmesse ausgelobten “Toy Innovation Award” in der Kategorie Teenager&Family ab 11 Jahren eingeheimst. Die Besonderheit an Talat ist die sehr edle, orientalische Aufmachung und das hochwertige Spielmaterial, das bei der Preisvergabe besonders hervorgehoben wurde. Talat ist ein abstraktes Spiel für 3 Spieler, die auf 3 Spielfeldern Türme in 3 Farben verschieben. Siegpunkte gibt es für das Schlagen von gegnerischen Türmen und das Erreichen der gegnerischen Grundlinie.

Pfiffig gemacht ist das neue Schätz- Spiel “Voll ins Schwarze”, dessen Spielfeld eine Zielscheibe darstellt. Die Scheibe ist unterteilt in vier Wissensgebiete, in der die Siegpunkte der Spieler für gewonnene Fragen festgehalten werden. Nicht immer kann eine Frage richtig beantwortet werden, selbst wenn man die Antwort kennt. Denn zur Auswahl für eine Antwort stehen lediglich die Handkarten bereit, auf denen jeweils eine Zahl von 1 – 100 abgebildet ist. Daher hat man nicht immer die genau exakte Antwort auf der Hand und muss sich annähern.

Etwas abgebrühter geht es da schon bei NOX zu. Das Schädel – Schachern muss nicht unbedingt nachts gespielt werden, auch wenn das Totenkopf – Ambiente des Kartenspiels etwas gruselig angehaucht ist. Die Spieler legen Karten mit verschiedenen Farben und oder Zahlen aufeinander und/oder in drei Stapeln nebeneinander. Haben sie es geschafft, drei verschiedene Farben auszulegen, können sie ihre Karten werten. Knackig wird das Spiel, weil man sich gegenseitig in die Suppe spucken kann und die Planungen der Mitspieler durch “Einmischen” über den Haufen werfen kann.

Die Welt der …- Serie erhält mit Welt des Films einen neuen Wissensbereich mit Oscar – verdächtigen Fragen und Antworten. Mit Setz- Chips können die Spieler die vorgegebenen Antworten markieren, so dass auch schwierige Fragen potentiell beantwortbar sind. Schwieriger wird es bei möglichen Mehrfachnennungen, denn diese müssen alle korrekt markiert werden, falls der Spieler den Punkt erhalten möchte.


Kosmos

Den Anfang unseres Rundganges bildete der neue Spross der CATAN-Familie – STAR TREK CATAN. Es handelt sich dabei um ein voll auf Star Trek getrimmtes CATAN-Grundspiel. Kleine Raumschiffe bilden die Straßen zwischen unsere kleinen und großen Raumstationen und auf den Aktionskarten begegnen uns bekannte Gesichter der TV-Serie. Mit der Star Trek Lizensierung von Catan folgt der Verlag einem Trend von Spieleklassikern wie Monopoly oder Risiko, die von Hasbro und immer mehr von Winning Moves seit Jahren in unterschiedlichen Lizensierungen angeboten werden. Näheres dazu beim Kollegen Sebastian auf zuspieler.de

Zurück zu Kosmos: Das Spiel Waka Waka besticht im ersten Moment durch seine Grafik. Der toll illustrierte Plan zieht sofort die Blicke auf sich. In diesem in Afrika angesiedelten Spiel geht es darum, über den Handel an bestimmte Waren aus den drei Dörfern zu kommen. Der Kniff bei der Sache ist allerdings, dass nur ein Teil der Warenplättchen sichtbar ist. Man bekommt also immer die Katze im Sack. Mit diesen Waren steigt man anschließend auf einer Aufgabenleiste empor. Wer zuerst oben ankommt, hat das Spiel gewonnen.

Dafür, dass es in Waka Waka nicht langweilig wird, sorgen variable Aufgabentafeln. Gesteuert wird das Spiel über Aktionskarten. Dabei können die Spieler  selbst entscheiden, wie viele Aktionen sie machen wollen. Je nach der Anzahl der ausgespielten Karten fällt auch der Nachschub an Gold für den Handel und neuen Aktionskarten geringer aus.

Lakota wirkt auf den ersten Blickt recht simpel. Jeder Spieler bekommt einen Satz von Holzstäbchen, die auf ein zentrales Tableau gelegt werden sollen. Wenn es einem Spieler allerdings gelingt, eines seiner Stäbchen als Brücke über zwei andere zu legen, ist er gleich nochmal an der Reihe. So wird aus einer einfachen Idee ein kniffliges Geschicklichkeitsspiel.

Die Würfelwurst dagegen ist ein klassisches Zockerspiel. Jeder Spieler hat einen Satz von sechs Tierplättchen. In seinem Zug wirft er alle beiliegenden Würfel. Diese zeigen entweder ein Tier oder eine Augenzahl. Es darf nach dem bekannten Kniffelprinzp mehrfach gewürfelt und herausgelegt werden. Wenn ein Spieler möchte, kann er eines seiner Tiere werten. Dazu wird die Zahl der herausgelegten Würfelaugen mit der Anzahl der herausgelegten Tierart multipliziert. Danach darf das Tier in diesem Spiel nicht mehr gewertet werden. Doch Vorsicht – die Würfelwurst kann einem schnell einen Strich durch die Rechnung machen.

Das Kartenspiel Drecksau kommt mit einem eher ungewöhnlich erdigen Namen für den Kosmos – Verlag daher.  Im Spiel geht es aber nun einmal um die Sau als solche, die eben gern dreckig ist. Jeder Spieler besitzt drei Schweine. Wer es zuerst schafft, seine Schweine über Karten dreckig zu machen, gewinnt das Spiel. Allerdings haben die lieben Mitspieler natürlich etwas dagegen. Sie können es über eine Karte einfach regnen lassen und schon sind die Schweine wieder sauber. Abhilfe schafft da nur ein Schuppen.

Doch ein Blitz setzt diese Hütte schnell wieder in Brand. Ein Blitzableiter hilft zwar gegen diesen, aber nicht gegen den Bauer mit der Bürste. Wenn man die Hütte mit einem Blitzableiter auch noch verrammelt, kann man seine Schweine in aller Ruhe dreckig machen. Drecksau präsentiert sich als einfaches Karten-Ärgerspiel und ist dank seinem Thema sicher einen Blick wert.


Lookout Games

Uwe Rosenberg hat etwas Neues für alle entwickelt, welche sich nicht mehr an der gefühlt Tonnen schweren Agricola Schachtel abschleppen wollen, wenn sie zu einem Freund spielen gehen. Das neue Agricola-Spiel für zwei Spieler soll das “Mitbringspiel” der Serie sein. Auf den ersten Blick sind alle wesentlichen Elemente wieder zu finden. Ob es sich im Vergleich zum großen Bruder durchsetzen kann, wird sich im Verlauf des Jahres zeigen.


Pegasus Spiele

Dank der Partnerschaft mit eggertspiele ist Pegasus schon gut im Familien- und Strategiespielsektor aufgestellt. Dennoch erscheint mit Mondo Sapiens noch ein Produkt aus dem eigenen Hause in diesem Sektor. Das Spielprinzip bleibt im Kern das Gleiche, aber diesmal geht es um die Welt der Menschen. So werden Plättchen mit Straßen und Siedlungen auf dem bekannten Raster verteilt.

Auch in anderen Bereichen wird das Frühjahrsprogramm seine Anhänger finden. Erstmals finden sich hochwertige, abstrakte Brettspiele aus Holz im Programm des Verlages. Dazu holt sich Pegasus mit Gerhards Spiel und Design eine bekannte Größe in diesem Sektor ins Boot.

Auch die Freunde der Fantasy-Spiele bekommen neues Futter. Mit der Tunderstone-Erweiterung Herz der Verdammnis wird das erste Kapitel der Geschichte abgeschlossen. Aber mit Thunderstone Advance steht schon eine neu designte und überarbeitete Fortsetzung in den Startlöchern.

Für Fans der Werwölfe kommt mit der Erweiterung Artefakte wieder neuer Pfiff ins Spiel. Hier bekommt jeder Spieler zu Beginn des Spieles eine weitere Karte. Diese repräsentieren mächtige Artefakte, die den Spielern neue Aktionen ermöglichen. Dadurch bekommt auch die Rolle der Dorfbewohner neuen Schwung und es gibt weitere Grundlagen für Schuldzuweisungen und Diskussionen.

Mit Mage Knight – das Brettspiel kommt ein Fantasy – Brettspiel – Kracher für Vielspieler auf den deutschen Markt. Das Spiel enthält neben Deckbau und Würfelmechanismen vieles, was sich Freunde der anspruchsvollen Fantasy-Kost wünschen. Die englische Wizkids – ausgabe läuft schon seit Monaten ganz oben in der Hotlist der amerikanischen Spieleseite Boardgamegeek.

Aber auch das Genre Science Fiction wird nicht vernachlässigt. Mit dem semikooperativen Panic Station kann die Paranoia der Alien-Filme nachempfunden werden oder in Eminent Domain ein ganzen Imperium im Weltall errichtet werden. Dabei verbinden sich in Eminent Domain Mechanismen der Rollenwahl (wie z. B. aus Race for the Galaxy) und Deckbau zu einer auf den ersten Blick spannenden Mischung. Beide Spiele waren in internationalen Versionen bereits auf der Spiel 2011 in Essen zu sehen.

Später in diesem Jahr soll mit City Tycoon noch ein Sim City für den Spieletisch und mit McMulti ein alter Klassiker der Spieleszene neu erscheinen.


Queen Games

Auch bei Queen Games gab es wieder viel zu entdecken. Fans von Kingdom Builder dürfen sich auf die Erweiterung Nomads freuen. Diese bietet neben neuen mächtigen Ereignisplättchen (den Nomaden) auch neue Landschaftstypen und Material für einen weiteren Spieler.

Wer lieber Höhlen erforscht, sollte einmal Escape in Augenschein nehmen. In diesem kooperativen Würfelspiel, versuchen die Spieler in Echtzeit, einer Höhle zu entkommen. Ein beigelegter Soundtrack gibt dabei das Zeitlimit vor und sorgt gleichzeitig für Atmosphäre. Während des Spieles würfeln alle Spieler gleichzeitig ihre Würfel, um neue Räume zu entdecken, Diamanten zu finden und Flüchen zu entkommen. Das Spiel wirkt auf den ersten Blick sehr spannend.

Wer sich zum Grübeln etwas Zeit nehmen möchte, sollte bei Maharani reinschauen. In dem Spiel versuchen die Spieler, das Bodenmosaik des Taj Mahal zu errichten. Dazu müssen Bodenplatten korrekt eingefügt werden. Der Kniff  kommt durch ein drehbares zentrales Tableau ins Spiel, welches jedem Spieler bei der gleichen Auslage eine andere Baurichtung vorgibt. Die Spieler versuchen, farbliche Felder zu kombinieren und dabei möglichst lange Ketten zu bilden.

Bei EDO versetzen sich die Spieler in das Japan des 17. – 19. Jahrhunderts. Das Spiel versucht, die besonderen historischen Ereignisse dieser Zeit spielerisch darzustellen. EDO ist es ein klassisches Aufbauspiel mit einem besonderen Aktionsmechanismus. Die Spieler haben ein Tableau mit Platz für drei Aktionsplättchen. Diese werden in das Tableau gesteckt. Die Aktionsplättchen zeigen bis zu vier mögliche Aktionen, wobei die unten liegende Seite die gewählte Aktion darstellt.

In Urbanization vollziehen die Spieler die Zeit von der Industrialisierung bis zur Moderne nach. Die Spieler breiten sich auf de Spielplan aus, errichten Industrien und versuchen natürlich auch, Geld zu scheffeln.


Schmidt Spiele / Hans im Glück

In Grimoria übernehmen die Spieler die Rolle junger Zauberlehrlinge, die immer wieder neue Zaubersprüche lernen und dadurch ihren Einfluss auf Stadt, Land und ihre Einwohner mehren. Die Sprüche, welche die jungen Zauberer lernen können, sind in einem kleinen Zauberbuch enthalten. Jeder Mitspieler bekommt dabei sein eigenes. Diese Bücher dienen zum einen als Spielerübersicht und auch zur geheimen Auswahl eines Zaubers.

Jede Runde nutzen die Spiele einen Zauber, um Karten einer offenen Auslage zu ergattern. Dabei können sie sich auch gegenseitig ärgern. Anschließend lernen die Spieler jede Runde neue Sprüche. Wer am Ende die besten Sets und Wertungskarten gesammelt hat gewinnt das Spiel. Besonders die Grafik und die Liebe zum Detail sind uns bei Grimoria aufgefallen.

In Santa Cruz, dem neuen großen Spiel von Hans im Glück geht es darum, eine Insel von der Küste aus zu entdecken und zu besiedeln. Dazu stehen den Spielern verschiedene feste Sets von Bau- und Wertungskarten zur Verfügung. Auf der Insel sind auf den Wegkreuzungen Plättchen zu finden, welche Stück für Stück aufgedeckt werden müssen.

Auf diese Plättchen können mit Hilfe der Karten Siedlungen errichtet und damit Punkte ergattert werden. Nachdem die Insel das erste Mal komplett erkundet und besiedelt ist, beginnt eine zweite Runde. Jetzt können die Spieler die Kartensets tauschen, um auf der nun bekannten Insel vielleicht einen besseren Weg zu finden.

Für Carcassonne hat Hans im Glück eine Serie von sechs Sammel – Mini- Erweiterungen herausgebarcht. Wer alle 6 Miniboxen besitzt, erhält damit noch eine siebte Erweiterung, denn in jeder Box ist je ein Plättchen der Erweiterung “Kornkreise” enthalten. Mit den sechs Erweiterungen kommen Räuber, Magier, Hexen, Fähren, Gold, ein Würfel und sogar flugfähige Gefolgsleute ins Spiel.

Zoch

Zoch ist bekannt für seine außergewöhnlichen Familien- und Geschicklichkeitsspiele. Auch in diesem Frühjahr war am Stand wieder etwas besonderes zu sehen. Riff Raff beeindruckt durch seine Präsentation. Auf einer hoch aufgetürmten Welle versucht ein Schiff das Kentern zu vermeiden. Die Spieler stellen die Crew dieses Schiffes. Ihre Aufgabe ist es, die Ladung an Bord zu behalten.

Zu Beginn jeder Runde wählt jeder Spieler eine seiner Karten im Wert von eins bis zehn. Nachdem alle Spieler die Karten aufgedeckt haben, beginnt der Spieler mit dem höchsten Wert die Ladung zu sichern. Dazu wählt er ein Teil aus seinem Satz an Waren und legt es auf den Teil des Schiffes mit der gewählten Zahl (1 – Rumpf, 10 – höchster Mast). Fällt dabei etwas herunter, kann der Spieler versuchen die Sachen einzufangen. Alles was gefangen wurde, kommt aus dem Spiel der Rest kommt zum Ladungsvorrat des Spielers. Wer nach 10 Runden die wenigsten Stücke im privaten Vorrat hat, gewinnt das Spiel. Wir sind sehr gespannt auf dieses spektakuläre Geschicklichkeitsspiel.


Bei der Fülle an Neuheiten war es uns nicht möglich, jedes neue Spiel bis ins Detail zu erklären. Allerdings wollen wir den Bericht nicht abschließen, ohne eine kleine Anekdote am Rand zu erzählen. An einem italienischen Stand fanden wir am Samstag das oben gezeigt Schild. Manchmal wünscht man sich die Gelassenheit dieser Standbetreiber. So hoffen wir, trotz der Tatsache, dass wir nur einen Schnappschuss der Messe darstellen konnten, dennoch einen interessanten Überblick gegeben und die Vorfreude auf das Spielejahr 2012 geweckt zu haben. Es wird sich auf jeden Fall für jeden Spielertyp und jeden Geschmack etwas finden.

Der Beitrag wurde veröffentlicht an Dienstag, Februar 7th, 2012 um 23:03 gespeichert unter Zusatzinfos. Du kannst die Antworten zu Deiner Meinung über RSS 2.0 verfolgen. Du kannst antworten , oder ein trackback auf Deine eigene Webseite setzen.

4 Einträge

Mirosch Dressler
 1 

Toller Bericht, aber irgendwie vermisse ich TARGI bei den Kosmosneuheiten!

Februar 8th, 2012 um 15:39
Thomas
 2 

Keine Delfine mehr in Asmodees “The Island”? Da dieser Reprint auf jenem von Stronghold Games basiert, wäre dies sehr Schade. Gibt es weitere nennenswerte Unterschiede?

Februar 25th, 2012 um 15:17
Denis
 3 

Hallo Thomas, leider war das fertige Spiel noch nicht ausgestellt. Allerdings sind die Delphine lt der Homepage von Stronghold Games in der Neuauflage enthalten. Ich würde daher davon ausgehen, dass sie auch in The Island enthalten sind. Ansonsten sah die Asmodee-Variante identisch zur Stronghold-Vorlage aus.

Februar 26th, 2012 um 11:25
 4 

@ Mirosch ich sehe grad, dass Du noch keine Antwort hast: Ich habe eben nochmal unsere Fotos durchsucht, an denen wir unseren Bericht orientieren. Targi ist leider nicht auf dem Apparat gelandet und daher hier nicht erwähnt. Das heisst aber nicht, dass wir es nicht trotzdem später hier auf der Seite vorstellen.

Februar 28th, 2012 um 21:31

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