Artikel mit Tags ‘Spiel des Jahres’

7
Jun

Carcassonne

   Autor:: Janina    in Carcassonne

carcassonne Für uns Vielspieler unfassbar, aber wahr… es gibt tatsächlich noch einen kleinen Teil der Bevölkerung, der nicht nur dem Carcassonne -  Fieber entfliehen konnte, sondern denen das Spiel sogar unbekannt ist. Eben diese Erfahrung mussten wir in den letzten Tagen machen, als uns ein Freund darum bat, ihm das Spiel doch mal näher zu erläutern.

Also entschlossen wir uns, doch noch eine paar Zeilen zum “Spiel des Jahres 2001” und in nächster Zeit auch zu den zahlreichen Erweiterungen zu schreiben… Verdient hat es dies allemal…

Eine Besonderheit von Carcassonne ist die Tatsache, dass es keinen klassischen Spielplan gibt, sondern viele kleine viereckige Kärtchen, die unterschiedliche Landschaften, Straßen, Klöster und Städte zeigen und die eigentlich wenig ansprechend gezeichnet sind, eher zweckmäßig. Damit kann man dem Spiel eine entfernte Verwandtschaft zu Legespielen wie Domino zusprechen. Zur Ausstattung des Spiels  gehören noch eine Punkteleiste und ein paar Holz – Spilfiguren in unterschiedlichen Farben und Größen. Weiterlesen »

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dominion_schwarzmarktDie Tatsache, dass die in der Spielbox erhältliche Mini-Erweiterung „Schwarzmarkt“ nur noch auf eben diesem erhältlich ist, haben wir zum Anlass genommen, einen kurzen Bericht dazu zu schreiben.

Vor Beginn des Spiels wird ein Schwarzmarkt-Stapel gebildet. Dieser enthält je eine Karte aller Königreichkarten, die nicht sowieso im Vorrat sind.

Die Karte bringt dem Spieler zwei große Vorteile. Zum einen hat dieser in der Kaufphase 2 virtuelle Geldstücke zur Verfügung und zum anderen darf er die obersten drei Karten vom Schwarzmarkt – Stapel aufdecken, wovon man eine Karte sofort kaufen kann. Die nicht gekauften Karten werden in beliebiger Reihenfolge unter den Schwarzmarkt-Stapel zurückgelegt.

Der Vorteil dieser Karte ist, dass eine deutlich höhere Kartenvielfalt im Spiel ist und man unter Umständen einen wirklichen Glücksgriff landen kann, denn die 2 virtuellen Geldstücke begünstigen sogar den Kauf ziemlich teurer Karten. Weiterlesen »

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16
Okt

Dominion

   Autor:: Jens    in Dominion

dominionUnser erstes Spiel Dominion haben wir mit der Generation 70+ gespielt, als wir Ihnen spontan eine Partie anboten. Unsere Eltern sind keine Brettspieler und haben ihre Spiele- Erfahrung weitgehend mit Skat, Romme, Monopoly und „Mensch ärger Dich nicht“ gesammelt.

Nichtsdestotrotz brachte uns das Experiment ein, zu sehen, wie gut Dominion von echten Spiele- Einsteigern angenommen und verstanden wird. Fazit: Der Sinn des Spiels erschloss sich nicht sofort, sondern erst mit den steigenden Kombinationsmöglichkeiten der Karten. Bis dahin brauchte es ein wenig Anstrengung, die Zugreihenfolge, nämlich eine Aktion spielen, Kaufen, Ablegen, nachziehen und mischen, mischen, mischen, zu beherrschen. Danach machte das Spiel aber allen Teilnehmern jeden Alters richtig Spass.

Zum Spiel von Autor Donald X. Vaccarino selbst ist schon viel gesagt und geschrieben: Es geht um Siegpunkte, die man sich erkauft. Das dafür benötigte Geld erhält man durch sinnvolle Kombination der ausgespielten Karten, die wiederum jeweils eigene Funktionen haben. Dieses einfach klingende Szenario ist gekleidet in eine schöne gestaltete mittelalterliche Lebenswelt. Das Geld ist Kupfer, Silber oder Gold, die Siegpunkte sind ganze Anwesen, Herzogtümer oder gar Provinzen und die Funktionskarten sind eine bunte Mischung aus wichtigen Gestalten (Dieb, Hexe, Holzfäller), Berufszweigen (Miliz, Geldverleiher, Abenteurer) oder funktionalen Einrichtungen (Markt, Burggraben, Schmiede) des Mittelalters.

Demzufolge könnte man annehmen, Dominion sei ein „ Magic – die Zusammenkunft“ für Arme. Viele Karten haben Funktionen, die von Magic her bekannt sind. Der „ Ancestral Recall“ könnte beispielsweise das „Laboratorium“ sein, das das Ziehen zweier Karten und eine weitere Aktion erlaubt. Wer das strategische Element des „Kartenziehens“ aus Magic kennt, wird dieses auch bei Dominion anwenden und damit wohl auch weit kommen. Schön sind auch „ Kombos“ einiger Karten, z.b. zunächst nachziehen und dann unbeliebte Karten entsorgen.

Trotz der Ähnlichkeit einiger Kartenfunktionen bleibt Dominion aber eigenständig, denn es hat etwas Eigenes: Das Mittelspiel. Der Schlüssel zum Sieg liegt darin, rechtzeitig zu entscheiden, wann das Sammeln von Siegpunkten forciert werden kann. Denn wer dies zu früh beginnt, den werden die sonst nicht zu verwertenden Siegpunkt – Karten im Aufbau eines funktionierenden Decks stören. Tja und wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben…

Als „Spiel des Jahres 2009“ macht Dominion Furore und räumt sämtliche Preise in der Welt der Brett- und Gesellschaftsspiele ab. Das ist bemerkenswert, denn Dominion ist und bleibt ein reines Kartenspiel, ist jedoch kein Sammelkartenspiel, was die Anschaffungskosten überschaubar hält, sofern der Hans im Glück Verlag eine gesunde Zeitspanne für Erweiterungen findet und einhält. Sowieso hat das Spiel schon in der Grundversion einen Hohen „Ich will nochmal“ – Faktor.

Ein Wort noch zur Materialpflege: Ein Nachteil, den Karten haben, ist, dass sie verschleißen. Die Abnutzung wird schon relativ schnell deutlich, weil viel gemischt werden muss. Empfehlenswert ist daher unbedingt die Nutzung von Kartenhüllen. Aber Achtung:  Card Sleeves müssen die passende Größe haben! Die Dominion Karten haben mit einer Größe von 59*92 mm ein Euro – Format  und benötigen spezielle Sleeves in dieser Größe.

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23
Sep

Zug um Zug

   Autor:: Jens    in Zug um Zug

zugumzugtitelAlan Moons  Spiel des Jahres 2004 feiert in diesen Tagen bereits sein 5- Jähriges Bestehen, weshalb der Verlag „Days of Wonder“ ab dem 1.10.09 zur ersten Zug um Zug Weltmeisterschaft einladen wird.

„Zug um Zug“ ist ursprünglich ein Begriff, der typischerweise im Schach verwendet wird, beispielsweise bei der Analyse von Großmeister- Partien. Daher wird der doppeldeutige Gehalt des Titels erst auf den zweiten Blick deutlich.  Dies ist übrigens auch beim englischen Titel  „Ticket to Ride“ so, denn mancher wird es mit dem Beatles – Klassiker in Verbindung bringen.

Nichtsdestotrotz sind beide Titel für das Spiel mehr als treffend, denn schließlich geht es um Züge, genau gesagt um das Erzeugen eines Streckennetzes zwischen den bekannstesten Städten der USA, auf dem dann Züge fahren können.
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14
Mai

Thurn und Taxis

   Autor:: Janina    in Thurn und Taxis

thurnundtaxisThurn und Taxis ist ein Spiel von Karen und Andreas Seyfarth aus dem Hans im Glück Verlag. In diesem Spiel geht es darum, Anfang des 17. Jahrhunderts das Postkutschennetz in möglichst vielen Städten auszubauen.

Dazu liegen sechs offen ausliegende Karten mit Städtenamen bereit. Hieraus können die Spieler ihr Postkutschennetz ausbauen. Bei jedem Spielzug muss der Spieler eine Wegstreckenkarte auslegen. Diese müssen durch Wege auf dem Spielplan verbunden sein. Dabei gilt es, eine möglichst lange Strecke zu bauen, denn je länger, desto mehr Postkutschenpunkte erhält der Spieler. Wenn einem keine der ausliegenden Karten passt, hat man noch die Möglichkeit eine Karte vom verdeckten Stapel zu ziehen. In jeder Runde darf man genau eine Karte aufnehmen… wenn da nicht die Bestechung wäre. Weiterlesen »

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29
Mrz

Torres

   Autor:: Janina    in Torres

torres-small.jpgBei Torres, einem Spiel von Kramer und Kiesling aus dem Ravensburger Verlag geht es darum, Burgen zu bauen und sowohl diese, als auch die fremden Burgen mit eigenen Rittern zu besetzen.Abwechselnd müssen die Spieler sich zwischen den Aktionen entscheiden: Burg bauen oder erweitern, neue Ritter einsetzen oder bewegen und Aktionskarten ziehen oder benutzen.

Bei dem Erbauen von Burgen gilt natürlich eine Bauordnung. Diese können aber durch Aktionskarten umgangen werden und bringen dem Besitzer dadurch massive Vorteile.

Die Ritter können horizontal und vertikal und maximal um eine Ebene nach oben gesetzt werden. Durch die ausgelösten Wertungen werden die Burgen in Verbindung mit der Position der Ritter in Punkte umgewandelt. Diese Punkte fallen größer aus, je größer und Höher die Burg ist, die vom Ritter besetzt ist. Das Spiel endet mit der dritten Wertung.

Fazit: Zunächst wirkt das Spiel ein wenig unübersichtlich und das Regelwerk scheint einen regelrecht zu erschlagen. Allerdings ist es das Spiel wert, sich darauf einzulassen, denn es bringt einen unglaublichen Spielspaß. Die Regeln lassen sich dann doch relativ schnell verstehen.

Um allerdings wirklich taktieren zu können und Torres in die eigene Richtung lenken zu können, sind einige Partien erforderlich. Das Glückselement in diesem Spiel ist sehr gering, so dass die Denker unter uns wirklich auf ihre Kosten kommen.

TORRES ist das Spiel des Jahres 2000

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26
Okt

KELTIS

   Autor:: Jens    in Keltis

Keltis coverDas Spiel von Reiner Knizia ist nett, aber, um es gleich vorweg zu nehmen, als “Spiel des Jahres” sehen wir es nicht, wenn man es mit anderen ebenfalls sehr guten Neuerscheinungen des Jahres 2008 vergleicht.

Es geht darum, seine Spielfiguren auf verschiedene “Steinwege” auszusenden, auf denen sie, je weiter sie vorkommen, Siegpunkte und Glückssteine sammeln können.

Die Bewegung geschieht durch Ausspielen von Karten, wobei hier die Reihenfolge der Werte der Karten eine Rolle spielt. Sie dürfen entweder aufsteigend oder absteigend gelegt werden, um den jeweiligen Stein ein Feld vorrücken zu lassen.

Durch Nachziehen erhalten die Spieler Karten- Nachschub, der aber nicht immer willkommen ist, da z.B. die Werte nicht zu den ausgelegten Karten passen. Hier hilft ein neutraler Ablagestapel, von dem man sich auch zum Weg passende Karten beschaffen kann.

Das war es eigentlich schon. In der Schlusswertung erhalten die am weitesten vorgerückten Steine Punkte, ausserdem gibt es Bonus für gefundene “Glücksteine”.

KeltisOptisch ist das Spiel aus dem Kosmos – Verlag sehr schön gestaltet und macht seinem Namen alle Ehre. Die Regel ist verständlich geschrieben, die Spieldauer ist mit 20 – 30 mins eher kurz. Nicht so gut gefallen hat uns, dass eigentlich jeder Spieler mehr oder weniger mit sich selbst beschäftigt ist und nicht viele Berührungspunkte mit dem Gegner hat, schon gar nicht kann der Mitspieler in irgendeiner Form “geärgert” werden.

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