monuments Das im Abacus-Spieleverlag erschienene Spiel von Stefan Risthaus dreht sich um die „Wunder der Antike“, also den sieben und weiteren Weltwundern wie Akropolis, Colosseum, den hängenden Gärten, die hier „Semiramis“ heißen oder den Pyramiden, hier „Inentet“ genannt.

Glaubt man den einleitenden Worten der Spielregel, nach denen die Spieler in diesem Kartenpiel für 2-4 Spieler versuchen, „ewigen Ruhm zu erlangen, indem sie prächtige Monumente errichten“, werden zunächst Assoziationen zu „Medina“ und anderen Bauwerkspielen geweckt, in denen mit reichlich Bausteinen hantiert wird.

Weiter heißt es: „Mit den eigenen Monumenten und umfangreichen Berichten sichert sich der erfolgreichste Spieler einen Platz in der Geschichte.“ Dafür heißen die Spielsteine des Spielers „Geschichtsschreiber“. Das klingt nach Archäologie und dem Aufdecken interessanter Geheimnisse zu den monumentalen Bauwerken.

Fangen wir an: Neben den bereits erwähnten Geschichtsschreiber – Spielsteinen erhält jeder Spieler 5 Monument-Karten auf die Hand. Der Rest der insgesamt 108 Karten in 12 verschiedenen Monumenten – Farben dient als Nachziehstapel, von dem noch drei Karten offen ausgelegt werden.

Der Spielplan wird in die Mitte gelegt. Spielplan? Die drei auf dem Plan befindlichen Bereiche werden „Zählleiste“, „Wertungsleiste“, und „Anzeige“ genannt. Stimmt ja, denn Monuments ist ein Kartenspiel! Das Spielbrett dient eigentlich nur einer umfangreichen Abschlusswertung, bei der jeweils die Werte der Monumente den Spielern die diese besitzen zugeordnet werden sowie der Addierung der Punkte der Geschichtsschreiber.

monuments-offen Damit haben wir es also mit zwei wesentlichen Spielelementen zu tun: Dem Einsammeln und dem Auslegen von Karten. Das „Errichten“ von Monumenten wird durch Auslegen von mindestens zwei Karten einer Monument-Farbe durchgeführt. Die Spieler erhalten die Karten durch Ziehen aus dem offenen oder dem verdeckten Stapel. Das „Berichte schreiben“ hingegen wird durch das Einsammeln von jeweils einer Karte aller Monumente bei allen Mitspielern erwirkt, bei denen das Monument mindestens aus zwei Karten besteht. Die Anzahl der so eingesammelten, oder sollte man sagen „geklauten“ Karten ergibt die Siegpunkte für den Geschichtsschreiber.

Sieger des Spiels ist, wer am Ende des Spiels die wertvollsten Monumente besitzt und die meisten Punkte auf der Berichte-Skala erreicht. Der Wert eines Monuments richtet sich dabei nach der Anzahl der über das Monument erzeugten Berichte. Dies wird auf der Wertungsleiste der Monumente entsprechend angezeigt.

Dass „Monuments“ ein Kartenspiel ist, fanden wir akzeptabel, zumal der Reiz des Spiels darin liegt, immer mit dem Zeitpunkt der Entscheidung zum Auslegen zu hadern. Eigentlich wollen die Spieler nicht auslegen, jeder wartet auf den für ihn richtigen Zeitpunkt, der aber auch sehr gut verpasst werden kann.

Was wir aber deutlich bemängeln müssen ist die Tatsache, dass das Spiel ein wenig als “ Brettspiel“ verkleidet ist. Der Spielplan ist eben nur eine Punkteanzeige, auf der keinerlei Aktion stattfindet. Alle Spielzüge werden mit Karten durchgeführt. Auch der Karton lässt nicht darauf schließen, dass ein Kartenspiel drinsteckt. Dieser Trend lässt sich allerdings nicht nur für „Monuments“, sondern auch für andere Kartenspiele feststellen.

Wir fanden die „Story“ des Spiels, also Antike, Geschichte schreiben etc. sehr interessant und vielversprechend. Die Umsetzung des Themas durch Ausspielen und Einsammeln von Karten erschien uns aber insgesamt etwas eintönig. Als Erweiterung für dieses Spiel könnten wir uns mehr Unterschiede der Monumente oder besondere Fähigkeiten einzelner Geschichtsschreiber vorstellen. Dies wäre durchaus auch mit weiteren „Aktions“-Karten machbar.

Erscheinungsjahr:    2008
Autor/in:    Stefan Risthaus
Grafik:    Harald Lieske
Verlag:    Abacus Spiele
Anzahl Spieler:    2-4
Altersgruppe:    ab 12 Jahre
Spieldauer:    ca 45 Minuten

Monuments
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